Hanseraumsprecher Alexander Hornung äußert sich zu Brexit-Referendum

Neues aus dem Hanseraum

 

Hamburg, 25. Juni 2016. „In Brüssel muss ein Umdenken stattfinden“ so Hanseraumsprecher Alexander Hornung zum Ergebnis der Brexit-Abstimmung in Großbritannien. „Wir werten den Austritt der Briten nicht als Nein zur europäischen, letztendlich friedensstiftenden Idee, sondern als Nein zur derzeitigen Politik in der EU. Es gelte, die Unterschiede in den Mitgliedsländern bei Entscheidungen der EU wieder stärker zu berücksichtigen und bürokratische Zwänge zu verringern. Gleichzeitig müssen die bereits geschaffenen Errungenschaften der EU stärker heraus gestellt werden. So ermöglichen ein gemeinsamer Binnenmarkt und die gemeinsame Währung auch kleinen und mittleren Unternehmen einen einfacheren Zugang zum europäischen Markt und die Möglichkeit Arbeitskräfte aus Europa zu gewinnen“, betont der Rostocker Unternehmer.

Oberstes Ziel muss es nach Ansicht von Hornung nun sein, die Weichen in der europäischen Politik so zu stellen, dass keine weiteren Austritte folgen. „Natürlich werden alle das Beispiel Großbritanien nun genau beobachten“, weist er auf die Brisanz der Verhandlungen der nächsten zwei Jahre hin. „Für Deutschland ist Großbritannien einer der wichtigsten Wirtschaftspartner. Bei den anstehenden Verhandlungen wird es daher notwendig sein, das richtige Augenmaß zu bewahren, um den wirtschaftlichen Austausch weiter zu ermöglichen. Gleichzeitig muss aber auch deutlich gemacht werden, dass der Austritt aus der EU keine Vorteile mit sich bringt.“

Die Junge Wirtschaft erwartet nach dem Votum der Briten für einen Ausstieg aus der Europäischen Union erhebliche negative Folgen für die deutsche Wirtschaft. Das zeigt eine Umfrage der Wirtschaftsjunioren Deutschland unter den rund 10.000 Mitgliedern im Vorfeld des Referendums. So rechnen zwei Drittel der Befragten mit negativen oder sogar sehr negativen Auswirkungen für die Wirtschaft in Deutschland.